Sprachförderung:

Das Sprachmaterial ist gegliedert in das Material des Spracherwerbs, des Schreiben- und des Lesenlernens.Es werden reale und verkleinerte Gegenstände und Bildkarten zur Einführung neuer Wörter eingesetzt. Anhand von Ober- und Unterbegriffen wird dem Kind eine strukturierte Wortschatzerweiterung ermöglicht. Wieder ist es erst konkretes Material, das dem Kind den Zugang zur Sprache mit Hilfe von Sinneswahrnehmungen, v.a. taktil und visuell, erleichtert. Berücksichtigt wird dabei, daß das Kind erst ihm bekannte und vertraute Gegenstände und Bildkarten aus seinem unmittelbaren Lebensbereich vorfindet und so leichter die damit verbundenen Worte assoziieren kann.

Um Ausspracheschwierigkeiten vorzubeugen, sucht man nach Materialien mit lautgerechten Wörtern (z.B. Hund, Hase, Igel). Das Material wird allmählich mit unbekannten Gegenständen und Bildkarten erweitert.

Phonogramme wie "ST" oder "SCH" können je nach Schwierigkeit isoliert mit entsprechend ausgewähltem Material dargeboten werden. Es bieten sich auch Materialien mit ähnlich klingenden Buchstaben wie B-P oder G-K zur Schulung der phonematischen Differenzierung an. Sogenannte Lautspiele (Gegenstände und Bilder z.B. zu Worten mit R am Anfang, in der Mitte, am Ende) bereichern das Sprachmaterialangebot und trainieren gezielt die richtige Buchstabenartikulation. Sie fördern verbal-auditive Leistungen.

Zum Erwerb des Schreibens werden Sandpapierbuchstaben eingesetzt. Bei den Sandpapierbuchstaben erfaßt das Kind die Buchstaben auf dreifache Weise: optisch durch das Sehen, taktil durch das Fühlen und akustisch durch das Benennen. Zum Erwerb des Lesens wird das bewegliche Alphabet eingesetzt. Das Kind kann sich dazu eigene Wörter einfallen lassen.